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Alte Lampen – Antiquität oder Kunst

Auch für Lampen gilt: Kunst oder Krempel. Ob die alte Lampe nach modernen Definitionskriterien lediglich als antik oder als Antiquität und somit als sammelwürdig gilt, hängt vor allem von der kunsthandwerklichen Fertigung und dem Zustand ab. Der Zustand sollte gut erhalten und original sein.

Alte Lampe in Serie produziert: Die Tiffanylampe

Ein hervorragendes Beispiel für die Differenzierung ist die Tiffanylampe des Jugendstils. Sie wurde in Serienfertigung auf den Markt gebracht. Um die Lampe für eine breite Masse bezahlbar zu machen und maschinelle Fertigungsweisen einsetzen zu können, musste auf Kunsthandwerk und hochwertiges Material verzichtet werden. Diese Lampen sind Belegstücke für Stil und Verarbeitungsstandard von Alltagsgegenständen ihrer Zeit. Als Antiquität stuft man jedoch überwiegend in Handarbeit und aus hochwertigem Material gefertigte Tiffanylampen (oder auch andere Tiffany Objekte, wie z.B. Tiffany Wanduhren) ein.

So kann auch ein Kronleuchter, welcher kunstvoll aus hochwertigem Material wie Kristall und Silber gefertigt wurde, aber noch nicht einmal hundert Jahre alt ist als Antiquität eingestuft werden. Das Alter selbst sollte natürlich nicht außer Acht gelassen werden, denn Lampen aus dem Mittelalter oder der Antike sind freilich erhaltenswerte Antiquitäten, auch wenn sie nur sehr schlicht sind. Kunst sind sie erst dann, wenn eine kunsthandwerkliche Verarbeitung stattgefunden hat.

Lampenschirm aus Glas – Tiffany Jugendstil Lampen

Originale Tiffanylampen erfreuen sich hoher Beliebtheit bei Sammlern während Repliken auch heutzutage noch gern verwendete Wohnaccessoires sind. Die charakteristische Optik des Lampenschirms der Tiffanyleuchte geht allein auf eine Entwicklung des Amerikaners Louis Comfort Tiffany zurück. Er entwickelte die Technik einzelne Glasteile durch eine Ummantelung von Lötzinn und Kupferfolie miteinander zu verbinden. Somit war es möglich die Form eines Lampenschirms aus Glas dreidimensional zu gestalten als auch verschiedenfarbiges Glas zu verwenden. Eine weitere optische Aufwertung erfährt die Produktion von Lampenschirmen durch den in Frankreich weiterentwickelten Glasschliff.

Glasschliff, Glasmalerei und handwerkliches Können werten Tiffanylampe auf

Der Einsatz facettierter Glassteine und der Glasmalerei verschafft der Tiffanylampe ein unverkennbares, oft überladen wirkendes Design. Der dekorierte Ständer der Tiffanylampe ist aus Bronze oder Messing, die Füße laufen fein geschwungen aus. Bei einer Tiffanylampe gilt es zu unterscheiden, ob eine im Kunsthandwerk entstandene Lampe vorliegt, oder ein in Serienfertigung entstandenes Stück. Erstgenannte Lampe ist preislich freilich höher bewertet und gehört zu begehrten Sammelobjekten auf dem Kunstmarkt. Konträr zur Tiffanylampe bestechen die meisten anderen Jugendstillampen durch einen schlichten, weißen Lampenschirm aus Glas in meist halbrunder Form. Dafür sind die Ständer aus Messing oder Bronze fein geschwungen, mit Reliefen und manchmal auch mit Gussfiguren verziert.